bin gerade so eifrig dabei meine Hausarbeit über die theoretischen Grundpositionen von Christian Doelker zu schreiben und wollte euch bloß mal mitteilen, worum es da eigentlich geht und warum ich finde, dass man das mal lesen sollte.
Also, die Medien bestimen ja nun unseren gesammten Alltag. Du brauchst bloß auf die Straße gehen und schon siehst du Bilder in Hülle und Fülle und da ist es wirklich gut, dass wir wichtige Informationen von unwichtigen trennen können (ein Lob an alle gut funktionierenden Gehirne). Die Frage stellt sich: wo lernen wir aber kritisch mit Medienerzeugnissen umzugehen, zu erkennen, was vielleicht nicht der Wahrheit entspricht und die Bildinformationen voll auszuschöpfen? Außerdem werden im Buch Vergleiche zwischen Verbalsprache und Bildsprache angestellt und bergündet, warum wir beispielsweise bei Print-Gesamttexten(Bild+Text) immer erst den Bildern Aufmerksamkeit schenken und dass wir unwillkürlich auf Action, Gewalt und Sexualität anspringen. Im Grunde genommen wußten wir ja schon, dass in den Medien viel geschwindelt wird, aber in diesem Buch finden sich mal konkrete Beispiele dazu. In vielen Filmen z.B. werden vielmehr Vorstellungen von den Filmemachern umgesetzt, als Wahrheiten der Epochen. Kleopatra war nicht immer so perfekt geschminkt und geschmückt, ja man kann es sich kaum vorstellen, aber sie war definitiv kein Model... Ist schon interessant, finde ich.
Wen die Literatur interessiert: (Prof. Dr. phil.) Christian Doelker, Ein Bild ist mehr als ein Bild - Visuelle Kompetenz in der Multimedia-Gesellschaft, Stuttgart 1997, 3. Auflage 2002
Na ja, da kann man sich nun streiten, aber ich meine, Bilder sind doch immer was vom Menschen gemachtes und ob die nun zur Kunst erklärt werden oder nicht, ist doch auch sehr subjektiv... es geht ja in dem Buch auch viel um Kunstwerke. Und nicht nur zweidimensionale. Auch generierte Bilder können Kunst sein. Und meine Hausarbeit ist für mich ja schon ein halbes kunstwerk... daran hab ich echt lange gesessen... spaß, aber da Kunst ja nicht eindeutig zu definieren ist, deklariere ich das jetzt für mich als Kunst. So, und dagegen kann niemand was machen.
Ich hoffe, deine Frage ist damit hinreichend beantwortet.